Die Plastische Chirurgie beschäftigt sich als anspruchs- und verantwortungsvolles Fachgebiet mit der Formgebung bzw. Formveränderung des menschlichen Körpers. Sei es in der Rekonstruktiv-Plastischen Chirurgie, um zerstörte Formen und Funktionen wiederherzustellen, als auch in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie (so genannte Schönheitschirurgie), um sein Äußeres mit seinem Inneren in Einklang zu bringen. Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen stärkt unser Selbstbewusstsein und damit nicht zuletzt unser Wohlbefinden. Wer sich nicht wohl füllt, muss darunter nicht zu leiden. Hier kann die Plastische Chirurgie helfen. Bedenken Sie aber stets, dass auch eine Schönheitsoperation immer eine Operation bleibt, die nie frei von Risiken ist, und dass diese kein Allheilmittel darstellt, um persönliche Probleme zu lösen.
Ein häufig geäußerter Wunsch in der täglichen Praxis ist dabei, dass Verschönerungen zwar Effekt zeigen müssen, das Ergebnis aber nicht künstlich sondern natürlich wirken soll.
Genau dies ist unser Ziel: Die Natürlichkeit zu bewahren.
So z.B. soll eine Lidkorrektur den Blick freier und offener machen und damit Müdigkeit “vertreiben”, ein Facelift das Aussehen auffrischen, wie nach einem erholsamen Urlaub, eine Brustvergrößerung die Proportionen harmonisieren, wie wenn es noch nie anders gewesen wäre. Dazu bedarf es eines außerordentlichen Feingefühls für Formen, Proportionen und die Harmonie der Strukturen sowie langjährige Spezialisierung und Erfahrung.
Auszug aus einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC):
“Plastische Chirurgen müssen beim (Wieder-)herstellen der körperlichen Funktion ein außerordentliches Formgefühl beweisen und fähig sein, auf die besondere psychische Situation der Patienten einzugehen. Denn mit der äußeren Erscheinung verbinden sich Identitätsgefühl, Selbstbewusstsein, soziale Akzeptanz, ja sogar Erfolg am Arbeitsplatz. Die Plastische Chirurgie hat sich innerhalb der Chirurgie als die Disziplin herausgebildet, die Form und Funktion der gesamten Körperoberfläche korrigiert. Sie ist das einzige medizinische Fachgebiet, dessen ordentliche Ausbildung die Ästhetische Chirurgie einschließt. Erste historische Wurzeln der Plastischen Chirurgie sind aus dem Indien des 6. Jahrhunderts vor Christus verbürgt, wo Heilkundige durch Rekonstruktion von Nasen von sich reden machten. Breitenwirksam konnte das Fachgebiet ebenso wie die chirurgische Mutterdisziplin jedoch den Menschen erst mit der Entwicklung von Antiseptik und Anästhesie helfen. Heute macht der Schönheitsboom mit all seinen Auswüchsen die Notwendigkeit einer fundierten Ausbildung, wie sie die Plastische Chirurgie gewährleistet, besonders sichtbar. Denn "Schönheitschirurg" darf sich jeder Arzt nennen, auch wenn er Ästhetische Eingriffe lediglich durch Learning-by-doing oder in Wochenendkursen durch Zuschauen bei selbst ernannten Experten gelernt hat.
Anders beim Plastischen Chirurgen. Dieser Titel zeigt an, dass sein Inhaber eine ordentliche Facharztausbildung, bei der auch Ästhetische Eingriffe erlernt werden, absoviert und mit einer Prüfung vor der Landesärztekammer abgeschlossen hat. Ehe Ärzte sich Plastische Chirurgen nennen dürfen, haben sie bei mehreren tausend Operationen assistiert und sind zum Beispiel in Intensivmedizin und Mikrochirurgie geschult worden. Sie haben mehr als 500-mal unter Aufsicht selbstständig operiert und wissenschaftliche Kenntnisse in zahlreichen Fächern nachgewiesen. Der Titel verbürgt deshalb Sachverstand und Können auf höchstem Niveau für Eingriffe an der gesamten Körperoberfläche, ganz gleich ob es sich um Verbrennungen handelt, ob Tumore operiert und Finger angenäht werden müssen oder Fett abgesaugt wird.



