faltenunterspritzung 

Faltenunterspritzung

 

Der Weichzeichner-Effekt
 

 

Allgemeine Anmerkung zu Fillern:
Im Gegensatz zu Botulinumtoxin sind Materialien zur Faltenunterspritzung (Filler) keine Arzneimittel, sondern gelten als Implantate bzw. Medizinprodukte. Ihre Zulassung zur Faltenbehandlung ist zwar streng geregelt, aber einfacher und schneller als bei Medikamenten. Es bedarf keiner ausgedehnten, klinischen Studien bzw. Langzeitergebnissen. Schwerwiegendere Komplikationen durch die Füllstoffe können aber oftmals erst nach Monaten bis Jahren nach einer Faltenbehandlung auftreten. Die klinischen Daten werden dadurch nur wenig in wissenschaftlich fundierten Studien erhoben. Aus diesem Grunde sind die meisten so genannten "Neuheiten auf dem Markt" erst einmal mit Zurückhaltung und Vorsicht zu betrachten. Gerade die Ästhetische Chirurgie sollte, als Eingriff am gesunden Menschen, kein Experimentierfeld sondern stets nur mit minimalstem Risiko verbunden sein. Jeder, der als Protagonist eines neuen Implantates zur Faltenunterspritzung ohne fundierte Daten marktschreierisch auf "den fahrenden Zug" aufspringt, um sich hierdurch einen Namen zu machen, handelt unseriös und nicht im Sinne seiner Patienten.
Allgemeiner Konsens zumindest im Fachbereich der Plastischen Chirurgen ist heute, dass resorbierbare Filler den nicht-resorbierbaren bei der Faltenbehandlung vorzuziehen sind. Einerseits verursachen permanente Materialien langfristig häufiger unerwünschte Reaktionen; andererseits verändert sich auch der Körper des Patienten (Erschlaffen des Bindegewebes, Absinken der Gesichtsstrukturen, Gewichtsschwankungen), so dass permanente Filler nicht mit reagieren können. Eine Faltenbehandlung mit resorbierbaren Fillern kann entsprechend der neuen Situation variiert werden.
Man weiß auch, dass je näher Filler zur Haut oder gar in die Haut eingebracht werden und je länger sie dort liegen, desto höher ist das Risiko bzw. die Wahrscheinlichkeit für Fremdkörperreaktionen und damit Granulombildungen. Heute gilt eine Verweildauer eines Fillers von ca. 12 Monaten nach Faltenunterspritzung als wünschenswert. Dies wäre gut sowohl für Patient als auch Arzt und würde langfristig die Gefahr unerwünschter Reaktionen kleiner halten.

 

Aus diesen Gründen verwenden wir biologisch abbaubare, vernetzte Hyaluronsäure nicht tierischen Ursprungs, um ein möglichst hohes Maß an Sicherheit bei guter Wirkungsdauer anbieten zu können.
 

 

Was ist Hyaluronsäure ?
Aussehen und Spannkraft der Haut wird wesentlich mit vom Feuchtigkeitsgehalt, der Widerstandsfähigkeit und Elastizität beeinflusst. Die Hautstruktur verändert sich durch äußere wie innere Einflüsse auf der Ebene der Dermis, d.h. in der tiefer gelegenen Hautschicht. Wenn für die Dermis nicht mehr genügend strukturerhaltende Bestandteile wie Kollagenfasern, Elastin und Hyaluronsäure vorhanden sind, wird die Dermis geschwächt, was das Aussehen der Haut merklich beeinflusst. Hyaluronsäure trägt als Wasserspeicher wesentlich zum Feuchtigkeitsgehalt der Haut und damit zur Elastizität und Spannkraft der Haut bei. Sie bildet die Basisstruktur, in die Kollagenfasern und Elastin eingebettet sind.
Kosmetika und Feuchtigkeitsprodukte wie Anti-Aging-Cremes, selbst wenn sie Hyaluronsäure enthalten, wirken nur auf die oberen Hautschichten ein, vor allem auf die Epidermis. Um Fältchen und Falten langfristig verschwinden zu lassen, müssen jedoch die tieferen Hautschichten behandelt werden.
 

 

Wie wird behandelt ? 
Hyaluronsäure wird direkt in die Dermis injiziert und stützt dadurch die Haut; Falten und Fältchen werden wirksam und langfristig geglättet, wobei insbesondere tiefere Falten nicht zum Verschwinden gebracht werden. Ihre Tiefe und Schärfe wird deutlich gemindert wie der Effekt eines Weichzeichners bei der Bildbearbeitung. Als eigener Bestandteil wird die Hyaluronsäure in die Dermis eingebaut und regeneriert den Vorrat an natürlicher Hyaluronsäure.
Eine Behandlung dauert ca. 20-30 Minuten. Die Injektionen werden mit einer feinen Kanüle vorgenommen. Der zu behandelnde Dermisbereich liegt normalerweise nur wenige Millimeter unter der Hautoberfläche. Auf die zu behandelnden Bereiche wird vor der Injektion eine Betäubungscreme aufgetragen, die allerdings für ca. 30 Minuten einwirken sollte, um einen genügenden Betäubungseffekt zu erlangen. Nach der Behandlung wird durch Kühlen Schwell- und Blutergußneigung gedämpft. In den Stunden nach den Injektionen kann es zu vorübergehenden Schwellungen oder einer leichten Rötung kommen. Diese können problemlos mit Make Up abgedeckt werden.
 

 

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können bei Hyaluronsäuren auftreten ?
Nebenwirkungen und Komplikationen sind bei der Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure äußerst selten. Wie bei jeder Faltenunterspritzung der Haut kann es gelegentlich zu einer Hautreizung, kleinen Blutergüssen oder zu einer leichten Schwellung kommen. In seltenen Fällen kann auch eine Infektion entstehen.
Nehmen Sie bitte eine Woche vor dieser Behandlung kein Aspirin (Acetylsalicylsäure) oder ein anderes blutverdünnendes Medikament ein und informieren Sie uns darüber.
Allergische Reaktionen (Rötung, Juckreiz) an der Injektionsstelle, die auch nach wiederholter Anwendung auftreten können, sind bei der Hyaluronsäure ebenfalls höchst selten. Alle diese unerwünschten Erscheinungen bilden sich aber innerhalb weniger Tage zurück. Obschon Hyaluronsäuren sehr gut verträglich sind, können auch hier Knotenbildungen unter bzw. in der Haut nicht völlig ausgeschlossen werden.

 

 

Kosten bei Faltenunterspritzung

in Euro

von

bis

Hyaluronsäure
abhängig vom Verbrauch

350,00

nach Materialverbrauch

 

 

kastenbut

 

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