Plastische Chirurgie im Vorbild der Natur
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Brustverkleinerung - Brustreduktion

Spektrum
Brustreduktion
Die Last mit der großen Brust


Die Mehrzahl der Brustverkleinerungen werden zur Linderung von körper-lichen Beschwerden wie Nacken-, Schulter- oder Rückenschmerzen durchgeführt. Aber auch die psychische Belastung, die eine grosse Brust verursachen kann, führt zum Wunsch einer Brustverkleinerung. Neben einer spürbaren körperlichen wie seelischen Erleichterung erlaubt eine kleinere Brust oft viel mehr Möglichkeiten bei der Auswahl der Kleidung sowie der körperlichen Aktivitäten. Im Allgemeinen klingt dies zwar etwas paradox, denn häufiger träumt man(n) von einer schön geformten, grossen Brust. Dieser Traum kann eben auch zum Alptraum werden, wenn grosse bzw. übergrosse Brüste durch ihr Gewicht und Masse optisch stören oder körperlich beeinträchtigen bzw. eben zur Last werden. Wer macht schon gerne Sport mit einem “Rucksack”, der vorne angelegt wurde. Folgen dieser ungünstigen Gewichtsverteilung sind häufig Fehlbelastungen der Wirbelsäule und Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, Einschnüren der BH-Träger und die frühzeitige Ausbildung einer Hängebrust.


Vorbereitung

In der Regel bedarf es keiner speziellen Vorbereitung. Sollten Sie beabsichtigen um den Zeitpunkt einer Brustverkleinerung Ihr Gewicht im Allgemeinen zu reduzieren oder Nachwuchs zu planen, so ist es sinnvoll erst nach Abschluss der Gewichtsabnahme oder einer Schwangerschaft den Eingriff vorzunehmen.


Operationsmethoden der Brustverkleinerung

Je nach Ausgangsbefund kommen mehrere Operationsmethoden für eine Brustverkleinerung in Betracht. Entscheidend ist die individuelle Situation und Vorstellung der Patientin.

1. Handelt es sich um eine etwas vergrößerte und hängende Brust, die ihre Form z. B. nach Schwangerschaft oder Gewichtsreduktion verloren hat, so wird eine Bruststraffung mit einer mäßigen Brustverkleinerung durchgeführt, um durch eine Gewichtsreduktion der Brüste ein vorschnelles Wiederauf-treten einer Hängebrust zu vermeiden. Dabei wird v.a. Haut oberhalb und Drüsengewebe unterhalb der Brustwarze entfernt, die Brustdrüse nach oben versetzt und aus dem belassenen Gewebe eine neue Brust geformt. Die Stillfähigkeit wird dabei nicht beeinträchtigt. Das Gefühl der Brustwarzen kann aber kurzzeitig vermindert sein. Nur in Ausnahmefällen ist mit einer bleibenden Störung zu rechnen.

2. Sollte eine Brustverkleinerung aus medizinischen Gründen, d. h. bei Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule und/oder des Schultergürtels aufgrund des Brustgewichts, notwendig sein, so ist es meist erforderlich 400-500 gr pro Seite zu entfernen bzw. die Brüste um mind. 2 Körbchen-größen zu verkleinern. Die Brustwarze verbleibt über einen Gewebestiel mit dem Drüsenkörper verbunden und wird mit diesem lediglich an höherer Stelle versetzt. Hierbei bleibt die Stillfähigkeit erhalten, wenn auch vermindert. Das Gefühl an den Brustwarzen ist anfänglich beeinträchtigt, kehrt in der Regel aber innerhalb von 3-6 Monaten zurück; in seltenen Fällen kann es aber auch beeinträchtigt bleiben.

3. Bei einer Brustverkleinerung einer extrem großen Brust wird meist in o.g. Weise 1/2-3/4 des Brustgewebes entfernt. Wenn dabei das Risiko, dass die Brustwarze aufgrund der dann sehr schlechten Durchblutung abstirbt, sehr hoch ist, wird ausnahmsweise eine freie Transplantation der Brustwarzen durchgeführt. Die Brustwarze muss dann vom Drüsenkörper abgetrennt werden, so dass ein Stillen nach der Operation nicht mehr möglich ist. Sensibilität und Erektionsfähigkeit der Brustwarze sind danach aufgehoben.

Aus der verbliebenen Brustdrüse und Haut wird die Brust unter Berücksichtigung ästhetischer wie funktioneller Gesichtspunkte neu geformt und die Wunden werden mit feinsten Nähten verschlossen. Entsprechend der verschiedenen Verfahren variieren die notwendigen Hautschnitte und damit die später verbleibenden Narben. Die Schnittführung bei den verschiedenen Arten der Brustverkleinerung kann je nach individueller Situation lediglich mit einem Schnitt um die Brustwarze und einem senkrechten Schnitt erfolgen. Mit zunehmendem Resektionsausmaß und abhängig von der Hautelastizität muss diese zusätzlich mit einem Schnitt in der Brustfalte kombiniert werden. Um diesen Schnitt in der Brustfalte möglichst kurz zu halten, wird in moderneren OP-Verfahren der seitliche Anteil der Brust sowie deren Ausläufer in die Achsel nicht mehr weggeschnitten, sondern mittels Liposuction-Technik abgesaugt bzw. reduziert. Dadurch kann auf die früher üblichen, bis weit in die Achsel reichenden Schnitte verzichtet und so das Ausmass sichtbarer Narben reduziert werden.
Alle Nähte werden intracutan gelegt, d. h. in der Haut versenkt, so dass später keine Stichkanäle zu sehen sind.


Narkose

Brustverkleinerungen dauern entsprechend ihrem Ausmaß zwischen 3 bis manchmal auch 5 Stunden und erfolgen in Vollnarkose. Lediglich kleinere Brustreduktionen können auch in örtlicher Betäubung und Dämmerschlaf operiert werden.


Klinikaufenthalt

Brustverkleinerungen bedürfen in der Regel eines Aufenthalts bis zum Tag nach der OP. Dieses dient zu Ihrem eigenen Komfort und Ihrer eigenen Sicherheit, um Ihnen die nötige Ruhe und Erholung sowie postoperative Überwachung zu ermöglichen.
Kleinere Brustreduktionen können ambulant operiert werden, so dass Sie nach einer Überwachungszeit am OP-Tag wieder nach Hause können.


Medikamente

Schmerzmittel, die wie z. B. Aspirin Acetylsalicylsäure enthalten, vermindern die Blutgerinnung. Um unnötige Blutungen zu vermeiden, sollten Sie diese unbedingt 8-10 Tage vorher absetzen!
Des weiteren sollten Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Alkohol ca. 8-10 Tage vorher weggelassen oder wesentlich reduziert werden.


Risiken bei Brustverkleinerungen

Jeder operative Eingriff ist mit Risiken verbunden. Kein Operateur kann Risken völlig ausschliessen. Lediglich die Wahrscheinlichkeit, mit der diese Risiken auftreten, können wir beeinflussen. Sie können aber dabei versichert sein, dass wir unser Bestes tun, um diese möglichst klein zu halten. Dabei ist hauptsächlich mit den folgenden Risiken zu rechnen.

Operationen sind stets mit dem Risiko einer Wundinfektion behaftet. Diese ist aber bei sorgfältigem, operativen Vorgehen und pfleglicher Behandlung der Wunden äusserst selten.
Da es sich bei einer Brustverkleinerung um eine relativ große, innere Wundfläche handelt, ist die Gefahr der Nachblutung, Blutergüssen und Serombildungen gegeben.
Häufig bestehen bei den Patienten erst einmal Taubheitsgefühle im unteren Bereich der Brust, seltener auch an den Brustwarzen, die sich im Gefolge der Abheilung wieder legen. Dies kann aber durchaus den Zeitraum von mehreren Monaten einnehmen. Oberhalb der Brustfalte können diese aber auch einmal ständig verbleiben; selten im Bereich der Brustwarzen.
Wundheilungsstörungen treten manchmal unterhalb der Brustwarzen oder oberhalb der Brustfalte im Bereich der größten Spannung auf, heilen jedoch meist innerhalb von 3-4 Wochen wieder ab. Raucher sind hier wesentlich stärker gefährdet. Entsprechend sollten Sie den Nikotinkonsum zumindest deutlich einschränken.
Die Narbenbildung ist nach Brustverkleinerungen individuell sehr unterschiedlich und dauert mindestens ein halbes Jahr, bis diese abgeblasst sind. Dann erst werden die Narben unauffällig. Keine Narbe wird jedoch völlig unsichtbar.
Ein Absterben der Brustwarzen v. a. bei extrem großen Brüsten oder Blutungen kann sehr selten auftreten. Dies führt dann zu einer Asymmetrie, die ca. 6 Monate später in örtlicher Betäubung korrigiert werden kann.
Ebenso können alle breit gewordenen Narben, kleine “Tüten" an den Enden der Narben und etwaige Asymmetrien später korrigiert werden.
Die endgültige Form wird Ihre Brust erst 3-6 Monate nach der Operation erlangen; so lange brauchen die inneren Narben zu ihrer Rückbildung.
Stillfähigkeit siehe unter Operationsmethoden.


Krebsvorsorge

Vor der Operation sollte ab dem 35. Lebensjahr eine Mammographie durchgeführt werden, damit auffällige Areale bei der Operation sicher mitentfernt werden können.
Durch Wegnahme eines großen Teils Ihres Brustgewebes ist für Sie auch das Brustkrebs-Risiko wesentlich geringer geworden. Dennoch sind nach der Operation Krebsvorsorge-Untersuchungen auch weiterhin notwendig. Erneute Mammographien zur Vorsorge sind aber erst ca. 1 Jahr nach der Operation sinnvoll.


Nachbehandlung nach Brustverkleinerung

Unmittelbar nach einer Brustverkleinerung werden Sie für die ersten Tage mittlere bis auch einmal stärkere Schmerzen empfinden, die aber mit entsprechenden Schmerzmitteln gut behandelbar sind.
Außerdem entstehen, wie bei jedem operativen Eingriff, mehr oder weniger starke Schwellungen und Blutergüsse, die sich innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen zurückbilden. Die Abschwellung wird dabei mittels Kühlbehandlung und abschwellender Medikation gefördert.
Postoperativ erfolgt die Stützung und Ruhigstellung der Brust in einem Sport-BH, der für 6 Wochen Tag und Nacht getragen wird. Dieser wird im Vorfeld von den Patientinnen selbst besorgt und sollte sich vorne oder hinten öffnen bzw. verschliessen lassen, an den Trägern verstellbar sein und einen breiten Steg haben. Nach 6 Wochen kann auf normale BH´s gewechselt werden. Nachts kann auf BH´s verzichtet werden.
Zur weiteren Unterstützung sollten in den ersten 6 Wochen nach der Brustverkleinerung grössere körperliche Belastungen wie Sport, Sauna, Über-Kopf-Arbeiten vermieden werden.
Eine spezielle Narbenbehandlung bedarf es normalerweise nicht. Wir empfehlen die Schnitte in den ersten Wochen mit bestimmten Wund-/Narbenpflastern abzukleben, wodurch sich eine gewisse, kontinuierliche Entlastung und "Ruhigstellung" der Narben und damit geringere Narbenreaktionen ergibt.


Zu guter Letzt: Bringen sie Geduld mit zu Ihrer Behandlung, denn zum Einen bin ich leider kein Zauberer und zum Anderen ist Ihr Körper höchstwahrscheinlich kein medizinisches Ausnahmewunder. Um die Ein- und Auswirkungen der Operation zu "verdauen" bzw. zu beheben, benötigt unser Körper für den normalen, physiologischen Abheilungsprozess durchschnittlich ca. 6 Monate. Die grössten Schritte und Veränderungen geschehen in den ersten Wochen. Bis aber Narben weich und abgeblasst sind, Rötungen oder Taubheitsgefühle verschwunden sind, kann dieser Zeitrahmen notwendig sein.


Kosten einer Brustverkleinerung

Die Kosten einer Brustverkleinerung werden durch das geplante Ausmass, den zu erwartenden, individuellen Aufwand und Schwierigkeitsgrad bestimmt und können daher sehr unterschiedlich ausfallen. Den ungefähren Kostenrahmen können Sie aus unserer Kostenübersicht entnehmen. Die exakten Behandlungskosten können aber erst bei der persönlichen Beratung festgelegt werden.

Liegen eindeutige, medizinische Gründe vor, so ist die Brustverkleinerung nach wie vor eine Leistung der gesetzlichen wie privaten Kranken-versicherungen, wobei unsere Kosten nur von den privaten Kranken-versicherungen übernommen werden. Voraussetzung für eine Kostenübernahme durch Krankenversicherungen sind länger bestehende, deutliche Beschwerden insbesondere im Bereich der Wirbelsäule und der Schultern, die durch bisher konsequent durchgeführte, konservative Behandlungen (Orthopädie, Physiotherapie, Rückenschule) nicht oder nur gering verbessert werden konnten. Die Indikation zur Brustverkleinerung sollte dabei nicht alleinig vom geplanten Operateur gestellt werden (Ihm wird stets Eigennutz unterstellt.), sondern durch bisherige Behandler aus Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Orthopädie, Physiotherapie etc. empfohlen werden.
Diese Atteste werden dann mit dem von uns ausgefertigten Befundbericht inkl. Bilddokumentation sowie Behandlungs- und Kostenplan bei der Krankenversicherung eingereicht.

Brustverkleinerung
Brustverkleinerung

Dauer
  • 3 - 5 Stunden

Narkose
  • Vollnarkose
  • kleinere Eingriffe: örtliche Betäubung & Dämmerschlaf

Klinikaufenthalt
  • 1 Übernachtung
  • ambulant bei kleineren Eingriffen

Nachbehandlung
  • Sport-BH für 6 Wochen Tag & Nacht
  • abschwellende Medikation
  • Kühlung
  • Fäden ziehen ca. 10-14 Tagen
  • kein Sport für 6 Wochen

Vorbereitung
  • Kühlpads
  • 2 Sport-BH´s der geplanten Grösse

Kosten

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Dr. Hubert Stützle
Privatärztliche Praxisklinik für
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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